Grüne Hauptstadt Europas - Essen 2017

 

Fotos: Sascha Kreklau, Rupert Oberhäuser, Jochen Tack

Inhalte: aus der Pressemitteilung der Stadt Essen und www.essengreen.capital



Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 offiziell eröffnet.

Überwältigender Andrang beim Kultur- und Familienfest im Grugapark Essen.

                                                                                    

Mit dem Rückgang der Montanindustrie in den 1950`er und 1960`er Jahren brach die wirtschaftliche Grundlage des Ruhrgebietes und damit auch die der Stadt Essen ein. Ein erster Schritt in Richtung Strukturwandel beschritt die Landesregierung des Landes Nordrhein-Westfalen im Frühjahr 1968 mit dem „Entwicklungsprogramm Ruhr 1968-1973“. Was aber wird aus solchen Programmen, wenn sie nicht von der Basis positiv aufgenommen werden? Die Stadt Essen zum Beispiel entwickelte ihre Vision von einer „Reise in das Essen von Morgen“ – in eine sozialere, klimafreundlichere, kohlenstoffärmere und resiliente, lebenswerte Stadt mit hoher Lebensqualität.

Ein Weg, der auch beispielhaft in Europa ist und nun gewürdigt wurde. Seit dem Wochenende 21./22. Januar ist die Stadt Essen offiziell die „Grüne Hauptstadt Europas“ – erstmalig für eine Stadt der Montanindustrie. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen eröffnete das Titeljahr gemeinsam mit EU-Umweltkommissar Karmenu Vella im Rahmen einer künstlerisch inszenierten Bühnenshow.

Ebenfalls zu Gast waren weitere namhafte Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Nordrhein-Westfalen, unter anderen die Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und NRW-Umweltminister Johannes Remmel. Zum anschließenden Kultur- und Familienfest im Grugapark kamen schon am ersten Tag des Eröffnungswochenendes rund 15.000 Besucherinnen und Besucher.

Mit der Verleihung des Titels „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ hat die Europäische Union gewürdigt, dass die Stadt Essen einen erfolgreichen Transformationsprozess vollbracht hat von einer einstigen Kohle- und Stahlstadt zur grünsten Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen. Damit ist die Stadt Essen auch Vorbild für viele Städte Europas, die sich ebenfalls im Strukturwandel befinden (Anmerkung: zum Beispiel Metz in Frankreich oder den Blick weiter in die Welt gerichtet, der „Rostgürtel“ in den USA).

 

„Unser Motto für 2017 lautet ‚Erlebe dein Grünes Wunder‘. Wir möchten die Menschen aus Europa und der Welt einladen, uns 2017 zu besuchen und ihr ganz persönliches Grünes Wunder zu erleben. Unsere Stadt hat viel Überraschendes zu bieten – das haben schon die Eröffnungszeremonie und das anschließende Bürgerfest eindrucksvoll gezeigt“, betonte Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. Die drittgrünste Stadt Deutschlands bewies beim großen Kultur- und Familienfest, was in ihr steckt: Die Themen, die die Stadt Essen durch das Titeljahr begleiten, wurden im Rahmen von Illuminationen, Tanz, Theater, Klanginstallation, Lichterlabyrinth, Walking Acts, Ausstellungen und vielem mehr lebendig.  

 

 

 

 

 


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Mehrere Projekte geben dem Jahr als

„Grüne Hauptstadt Europas“ Struktur.

 

So zum Beispiel in der Ausstellung „von grün zu grau zu grün +“, die nachdrücklich zeigt, dass nicht nur Essens Zukunft, sondern auch ihre DNA grün ist. In drei Überseecontainern ist die Geschichte Essens von der Ära des Äbtissinnen-Stifts um 1620 über die Zeit der Industrialisierung um 1920 bis in die Gegenwart und Zukunft in Scherenschnittkulissen zu sehen - begleitet durch originalgetreue Klanginstallationen.

 

Die beiden Flüsse Emscher und Ruhr, die durch Essen fließen, sind wichtige Bestandteile des Grünen Hauptstadt-Jahres: Die Emscher, einst Abwasserfluss des Ruhrgebiets, wird derzeit von der Emschergenossenschaft im Rahmen eines Jahrhundertprojektes noch bis 2020 renaturiert, in der Ruhr darf ab Mai wieder offiziell an einer Badestelle am Baldeneysee geschwommen werden.

Die Performance „Sturm und Wasser“ entführte die Besucherinnen und Besucher in eine mystische Seenlandschaft, in der ein erbitterter Kampf um Wasser als Lebenselexier der Welt tobte. Die Ausstellung „Besetzt“ – bestehend aus 20 mobilen Toilettenhäuschen – zeigte Sanitätskultur und die Wege des Abwassers.

 

Auch die Mobilität der Zukunft steht in 2017 vielfach im Mittelpunkt – zum Beispiel der Fahrradverkehr. Das Fahrradorchester „Bike Beats“ verlieh am Eröffnungs-Wochenende genau diesem Verkehrsmittel Gehör: dieses Fahrradorchester erzeugte Töne mit Sätteln, Speichen, Luftpumpen und Klingeln.

 

Klima- und Energiewandel, nachhaltiges Essen und Gärtnern in der Stadt – auch diese Themen spielen im Grünen Hauptstadt-Jahr eine Rolle und waren im Rahmen von künstlerischen Darbietungen und Mitmachaktionen Teil Programms am Eröffnungswochenende.

 

„Wir möchten in 2017 zeigen, wie viel Grün in unserer Stadt steckt – nicht nur sichtbares Grün in Parks, Gärten und an den Ufern unserer Flüsse, sondern auch das Grün in den Herzen und Köpfen unserer Bürgerinnen und Bürger“, versprach Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin der Stadt Essen und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas.

 

Die Aktion „Mein Grün und ich“ zeigte eindrucksvoll, wie sich die Menschen in Essen mit ihrer Grünen Hauptstadt identifizieren: Einem Aufruf der Stadt, Fotos ihrer persönlichen grünen Orte in Essen einzureichen, folgten zahlreiche Hobbyfotografen. Entstanden ist eine beeindruckende Ausstellung mit 155 Bilder.

 

Die Besucherinnen und Besucher setzten am Wochenende außerdem ein Zeichen für eine noch umweltbewusstere Zukunft. Der ungewöhnliche Eintrittspfand: eine gebrauchte Plastiktüte. Aus tausenden Tüten entsteht im Laufe des Grünen Hauptstadt-Jahres ein beeindruckendes Kunstwerk – gefertigt von den Studenten der Folkwang Universität der Künste.



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Über die Grüne Hauptstadt  Europas –  Essen 2017

 

Am 18. Juni 2015 hat die Europäische Kommission der Stadt Essen den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ verliehen. Mit diesem Titel wird eine europäische Stadt ausgezeichnet, die nachweislich hohe Umweltstandards erreicht hat und fortlaufend ehrgeizige Ziele für die weitere Verbesserung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung verfolgt. Essen ist die grünste Stadt in Nordrhein-Westfalen und drittgrünste in ganz Deutschland.  Im Grüne Hauptstadt-Jahr werden zahlreiche Veranstaltungen, Kongresse und Bürgerprojekte stattfinden, um nachhaltige Prozesse und Entwicklungen anzustoßen, die dauerhaft die Lebensqualität der Stadt Essen sichern und verbessern. Dabei ist die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger von entscheidender Bedeutung.

 

Die Stadt Essen, die als einzige europäische Stadt die Titel Kulturhauptstadt (2010) und Grüne Hauptstadt Europas trägt, startet 2017 in eine Grüne Dekade: Der Emscherumbau wird 2020 abgeschlossen sein, im Jahr 2022 findet die Ergebnispräsentation der KlimaExpo.NRW statt und im Dezember erhielt die Region den Zuschlag für die Internationale Gartenbauausstellung 2027.

 

(Fotos: Sascha Kreklau, Rupert Oberhäuser, Jochen Tack

Inhalte: aus der Pressemitteilung der Stadt Essen und www.essengreen.capital)



 

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